{"id":13287,"date":"2026-04-11T23:44:41","date_gmt":"2026-04-11T21:44:41","guid":{"rendered":"https:\/\/anturiongallery.com\/?p=13287"},"modified":"2026-04-13T15:04:27","modified_gmt":"2026-04-13T13:04:27","slug":"erweiterung-des-seins-westliche-perspektive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anturiongallery.com\/de\/erweiterung-des-seins-westliche-perspektive\/","title":{"rendered":"Die Erweiterung des Seins, Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond||||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_font_size=&#8220;22px&#8220; header_2_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_2_font_size=&#8220;27px&#8220; custom_margin=&#8220;-68px||||false|false&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Gino Ceccarelli, Evolution, Amazonische Kunst<\/em><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; custom_margin=&#8220;-45px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Die Erweiterung des Seins<\/b><\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;-50px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Teil l: Zur Geschichte einer westlichen Perspektive<\/b><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">\u201eF\u00fcr uns sind Fl\u00fcsse, Berge und Tiere keine Besitzt\u00fcmer oder Waren. Sie sind unsere Verwandten, mit denen wir in einem st\u00e4ndigen Dialog des Respekts stehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Ailton Krenak, indigener Philosoph, Autor und Aktivist<\/p>\n<p class=\"p1\">Stellen wir uns vor, wir stehen im Amazonas-Regenwald. F\u00fcr die westliche Wahrnehmung erscheint er oft als Ansammlung von Objekten: B\u00e4ume, Pflanzen, Tiere, Erde. F\u00fcr die indigenen V\u00f6lker, die seit Jahrtausenden in dieser Welt leben, ist das, was sie umgibt, jedoch kein Es, sondern ein Du.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Jaguar ist kein Raubtier in einem Nahrungsnetz, sondern ein Selbst mit eigener Perspektive, das die Welt ebenso subjektiv erlebt wie wir. Der Fluss ist nicht nur eine Wassermasse, sondern Lebensader, Ahne und Erz\u00e4hler. In dieser Weltsicht denkt der Wald.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das eigene Dasein steht der Welt nicht gegen\u00fcber, sondern vollzieht sich innerhalb eines Gef\u00fcges von Beziehungen: zu Nahrung, Wasser, Luft, Geschichte sowie zu sichtbaren und unsichtbaren Wesen. Der Mensch ist hier kein abgeschlossenes Subjekt, sondern ein Knotenpunkt in einem lebendigen Netz.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Welt erscheint nicht als Bestand von Objekten, sondern als fortw\u00e4hrender Prozess der Resonanz. Tod bedeutet nicht Vernichtung, sondern \u00dcbergang. Zeit verl\u00e4uft nicht nur linear, sondern auch zyklisch, als Bewegung von Werden und Vergehen, in die alles eingebunden ist.<\/p>\n<p class=\"p1\">Diese Erfahrung ist nicht konzeptuell, sondern existenziell. Sie wird im K\u00f6rper gesp\u00fcrt, in der Gemeinschaft gelebt und in der Kunst gefeiert.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Indigenes Wissen und die beseelte Welt<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Was hier sichtbar wird, wurde im Westen lange als \u201eprimitiver Animismus\u201c abgetan. Doch es handelt sich nicht um einen naiven Glauben, sondern um eine eigenst\u00e4ndige Weise, Wirklichkeit zu verstehen \u2014 eine, die davon ausgeht, dass alles Existierende eine Innenseite besitzt: einen Standpunkt, eine Form des Erlebens, eine eigene Art, in Beziehung zu stehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Felsbilder, K\u00f6rperbemalungen sowie die textilen und keramischen Muster der amazonischen Kunst sind Ausdruck genau dieser Weltsicht. Sie sind nicht nur ornamentale Formen, sondern k\u00f6nnen Tr\u00e4ger von Beziehungen und Bedeutungen sein, die \u00fcber blo\u00dfe Darstellung hinausgehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Wer ihnen begegnet, tritt in Kontakt mit einer Form des Denkens, die im Westen weitgehend verloren gegangen ist. Wie es dazu kam, ist die Frage, der dieser Text nachgeht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Die vertriebene Seele der Natur<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Lange bevor die westliche Philosophie die Natur zum Objekt erkl\u00e4rte, lebten auch die fr\u00fchen Hochkulturen in einer beseelten Welt. Das Gilgamesch-Epos, entstanden um 2100 v. <a href=\"http:\/\/chr.in\"><span class=\"s1\">chr.in<\/span><\/a> Mesopotamien, erz\u00e4hlt davon auf ersch\u00fctternde Weise.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Figur des Enkidu ist dabei die Schl\u00fcsselfigur. Er wird von der G\u00f6ttin Aruru aus Lehm als wilder, naturverbundener Mensch erschaffen. Enkidu lebt mit den Gazellen, isst Gras und trinkt an der Wasserstelle mit den Tieren.\u00a0Er ist die unber\u00fchrte Natur.<\/p>\n<p class=\"p1\">Doch dann wird er durch die Tempeldienerin Schamchat \u201ezivilisiert\u201c: Sie lehrt ihn die Kunst der Menschen, gibt ihm Bier und Brot zu essen und kleidet ihn. Der Preis daf\u00fcr ist jedoch der unwiderrufliche Verlust seiner Naturverbundenheit:\u00a0\u201eDas Vieh ergriff die Flucht vor ihm. Er konnte nicht mehr mit den Tieren Schritt halten.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Epos ist keine einfache Heldengeschichte. Es ist eine Klage \u00fcber den Verlust der Naturverbundenheit \u2013 und vielleicht die fr\u00fcheste literarische Warnung vor den Folgen menschlicher \u00dcbergriffe auf die nat\u00fcrliche Welt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das ber\u00fchmteste Beispiel f\u00fcr die mesopotamische Naturbeziehung ist die T\u00f6tung\u00a0Humbabas, des W\u00e4chters des Zedernwaldes. Humbaba ist keine abstrakte Gefahr, sondern der personifizierte Wald selbst, eine m\u00e4chtige, furchteinfl\u00f6\u00dfende, aber auch g\u00f6ttliche Erscheinung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Gilgamesch und Enkidu t\u00f6ten ihn aus Machtstreben und Ruhmsucht, um die begehrten Zedern zu f\u00e4llen. Die Tat wird nicht einfach als Heldentat gefeiert. Sie ist zutiefst ambivalent. Deutlich wird das daran, dass die G\u00f6tter Enkidu\u00a0f\u00fcr diese Tat mit dem Tod bestrafen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">Was das Gilgamesch-Epos als Hybris mit dem Tod ahndet, wurde in der Bibel zum g\u00f6ttlichen Auftrag.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Der Kosmos als lebendige Ordnung<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b><i>Vorsokratische Kosmologien: Von der Weltseele zum Geist in der Maschine<\/i><\/b><b><i><\/i><\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Schon in der fr\u00fchen griechischen Philosophie war der Kosmos kein mechanisches Gef\u00fcge. Die Vorsokratiker suchten nach den Prinzipien, die der Welt zugrunde liegen, und fanden sie nicht in abstrakten Kr\u00e4ften, sondern in lebendigen, durchdringenden Elementen. Thales sah das Wasser als alles verbindendes Prinzip, Anaximenes die Luft, Heraklit das Feuer \u2013 nicht nur als Stoffe, sondern als Tr\u00e4ger einer inneren Dynamik und eines Gesetzes, das die Ordnung der Welt formt. Logos, der rationale, ordnende Grund des Seins, taucht erstmals bei Heraklit auf und verweist auf eine Vernunft, die alle Erscheinungen verbindet.<\/p>\n<p class=\"p3\">Pneuma, wie es bei den Stoikern weitergedacht wurde, ist nicht nur ein Hauch oder Atem, sondern die durchdringende Lebenskraft, die Materie und Geist miteinander verbindet.Die Weltseele schlie\u00dflich beschreibt bei Platon und sp\u00e4ter bei den Neuplatonikern den Kosmos als einheitliches, beseeltes Ganzes, dessen Ordnung Ausdruck einer geistigen Struktur ist. In diesem Denken sind Natur und Geist keine Gegens\u00e4tze, sondern unterschiedliche Ausdrucksweisen derselben Wirklichkeit.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; custom_margin=&#8220;50px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: left;\"><b><i>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Doch die Europ\u00e4ische Ideengeschichte nahm einen anderen Weg.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/span>Sie tauschte schrittweise das Zugeh\u00f6ren f\u00fcr das Mirgeh\u00f6ren <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/span>und verlor dabei die Erfahrung gelebter Verbundenheit. <\/i><\/b><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_code _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;100%&#8220; max_width=&#8220;23%&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div style=\"display: flex; align-items: center; justify-content: center; margin: 4em 0;\"><!-- [et_pb_line_break_holder] -->  <\/p>\n<div style=\"flex: 1; height: 2px; background-color: #000000; margin-right: 1em;\"><\/div>\n<p><!-- [et_pb_line_break_holder] -->  <\/p>\n<div style=\"font-size: 1.5em; color: #000000;\">\u2726<\/div>\n<p><!-- [et_pb_line_break_holder] -->  <\/p>\n<div style=\"flex: 1; height: 2px; background-color: #000000; margin-left: 1em;\"><\/div>\n<p><!-- [et_pb_line_break_holder] --><\/div>\n<p>[\/et_pb_code][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;50px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Beginn der Trennung und Erfindung der Au\u00dfenwelt<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Der Mensch als Ma\u00df aller Dinge<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Diese Vorstellung ist kein universelles Gesetz, sondern das Resultat einer langen geistigen Entwicklung. Sie wuchs aus einer besonderen Konstellation von Philosophie, Theologie und Wissenschaft. Bis heute pr\u00e4gt sie unser Selbstverst\u00e4ndnis und unser Verh\u00e4ltnis zur Welt, oft ohne dass wir es bemerken.<\/p>\n<p class=\"p3\">Als der Sophist Protagoras im 5. Jahrhundert v. Chr. erkl\u00e4rte, \u201eder Mensch ist das Ma\u00df aller Dinge&#8220;, war dies zun\u00e4chst ein Akt erkenntnistheoretischer Befreiung. Wahrheit, so seine Einsicht, ist perspektivisch. Sie erscheint dem Menschen in der Weise, wie er sie wahrnimmt. Damit entzog er den G\u00f6ttern die alleinige Deutungshoheit \u00fcber die Realit\u00e4t. Es war ein Schritt zur Autonomie des Denkens \u2013 nicht zur Herrschaft \u00fcber die Welt.<\/p>\n<p class=\"p3\">Ein erster Schritt zu einer Trennung fand in Platons antiker Philosophie statt. Mit seiner Ideenlehre schuf er eine fundamentale Hierarchie: Die wahre, unver\u00e4nderliche Realit\u00e4t liegt in der rein geistigen Welt der Ideen. Die sinnlich erfahrbare Welt der Natur wird zum blo\u00dfen Abbild degradiert und damit zur zweitrangigen Realit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"p3\">Bei Aristoteles verfestigte sich die Hierarchisierung weiter in der Vorstellung einer gestuften Ordnung des Seins. Zwar sah er noch Kontinuit\u00e4t zwischen Pflanzen, Tieren und Menschen, doch die Vernunft des Menschen begann, ihn zunehmend \u00fcber die Natur zu erheben. Der Mensch stand an der Spitze, legitimiert durch die Vernunft. Die Natur unter ihm wurde zum Mittel, nicht zum Gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Der Verlust der Gegenseitigkeit<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">In einer polytheistischen Welt, in der G\u00f6tter, D\u00e4monen und spirituelle Wesen existieren, ist jedem Menschen klar, dass alles, was er oder sie beginnt, nur dann gelingen kann, wenn er oder sie im Einklang mit ihnen handelt. Um die G\u00f6tter wohlgesonnen zu stimmen, wurden ihnen Opfer dargebracht, wobei in manchen Kulturen auch Menschenopfer eine Rolle spielten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Leben in einer beseelten Welt ist ein st\u00e4ndiges Geben und Nehmen. Alles, was ich tue, ber\u00fchrt eine unsichtbare, aber lebendige und sehr reale Macht, die ihre eigenen Interessen hat und deren Hilfe ich brauchen werde. Es w\u00e4re t\u00f6richt, sich nicht mit den Waldgeistern in Einklang zu bringen, bevor man sich auf die Jagd begibt. Ich kann kein Tier t\u00f6ten, keinen Baum f\u00e4llen, keine Fr\u00fcchte ernten, ohne ein Opfer darzubringen, denn ich bin nicht allein.<\/p>\n<p class=\"p1\"><span>Diese polytheistische Weltsicht war in den meisten bekannten Kulturen verbreitet. Nach unserem heutigen Wissen ging kaum eine Kultur davon aus, dass die materielle Welt ein totes Objekt sei und der Mensch als einzige h\u00f6here Lebensform nach eigenem Gutd\u00fcnken dar\u00fcber verf\u00fcgen k\u00f6nne. Vor diesem Hintergrund erscheint der biblische Gedanke der Naturbeherrschung als markante Abweichung. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span>In dieser Haltung liegt eine eigent\u00fcmliche Selbsterm\u00e4chtigung. Der Mensch ist nicht mehr in einen lebendigen Kosmos eingebunden, sondern als Herr \u00fcber die Sch\u00f6pfung gestellt. Diese Vorstellung pr\u00e4gt eine einflussreiche Deutungslinie in Teilen der hebr\u00e4ischen und christlichen Tradition, die Gegenseitigkeit und Verbundenheit zugunsten von Herrschaft und Aneignung verdr\u00e4ngt.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_font_size=&#8220;21px&#8220; text_line_height=&#8220;29px&#8220; header_2_font=&#8220;|300|||||||&#8220; header_2_text_color=&#8220;#e4cfa3&#8243; header_2_font_size=&#8220;24px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.2em&#8220; max_width=&#8220;800px&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; custom_margin=&#8220;50px||||false|false&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><strong><em>Aus dem beseelten Kosmos entstand schrittweise die Vorstellung einer Au\u00dfenwelt,<br \/>die getrennt vom Ich existiert.<br \/>Was einst lebendig verbunden war, wurde zum Gegen\u00fcber,<br \/>und schlie\u00dflich zur Ressource.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;50px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Das Heilige verl\u00e4sst die Natur<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b><i>Die Vertreibung aus dem Garten<\/i><\/b><b><i><\/i><\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Im christlichen Mittelalter galt Gott als der absolute Bezugspunkt aller Ordnung.<\/p>\n<p class=\"p2\">Der Mensch hatte sich in eine vorgegebene g\u00f6ttliche Hierarchie einzuf\u00fcgen. Gleichzeitig enthielt die biblische Tradition jedoch eben diese folgenreiche Passage: \u201eMacht euch die Erde untertan&#8220; (Genesis 1,28). Dieser Herrschaftsauftrag wurde lange Zeit im Sinne einer verantwortlichen Bewahrung verstanden. Doch mit der beginnenden Neuzeit ver\u00e4nderte sich seine Lesart.<\/p>\n<p class=\"p2\">Die j\u00fcdisch-christliche Tradition versch\u00e4rfte die beginnende Spaltung, indem sie ihr eine theologische Dimension verlieh. In vielen Auspr\u00e4gungen des westlichen Christentums erschien Gott nun als Sch\u00f6pfer, der au\u00dferhalb seiner Sch\u00f6pfung steht. Mit dieser Vorstellung zog sich das Heilige aus der Natur zur\u00fcck; das G\u00f6ttliche verlagerte sich in eine jenseitige Sph\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"p2\">Zentral in diesem Weltbild ist das Motiv der Vertreibung. Der Mensch verliert den Garten Eden \u2013 den Ort urspr\u00fcnglicher N\u00e4he zu Gott und zur Erde \u2013 und findet sich in einer Wirklichkeit wieder, die fortan unter dem Zeichen der Entfremdung steht. Die Natur ist nicht l\u00e4nger Verb\u00fcndete, sondern Gegen\u00fcber, das bearbeitet und \u00fcberwunden werden muss. Arbeit tritt an die Stelle von Beziehung.<\/p>\n<p class=\"p2\">In vielen Auspr\u00e4gungen dieser Tradition geht damit ein tiefes Misstrauen gegen\u00fcber dem K\u00f6rperlichen einher. Leiblichkeit und Sinnlichkeit geraten unter Verdacht, ebenso die F\u00fclle der Natur. Sie erscheint als etwas, das gez\u00fcgelt werden muss, damit sich das Geistige entfalten kann.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Die Renaissance: Der Mensch im Zentrum<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">In der Renaissance entdeckte man Protagoras wieder \u2013 jedoch unter neuen Vorzeichen. Aus der Einsicht in die Perspektivit\u00e4t menschlicher Erkenntnis wurde schrittweise eine Aufwertung des Menschen selbst. Nicht mehr nur als erkennendes Subjekt, sondern als Mittelpunkt der Ordnung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Was in der Antike als erkenntnistheoretische Bescheidenheit begann \u2013 dass wir die Welt nur durch unsere menschliche Wahrnehmung erfahren k\u00f6nnen \u2013, wurde in der Renaissance zum kulturellen Anspruch, sie nach menschlichen Ma\u00dfst\u00e4ben zu ordnen. Der Mensch wurde nicht nur Beobachter, sondern Gestalter; nicht nur Deutender, sondern Architekt der Wirklichkeit.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Pico della Mirandola: Die Erfindung der menschlichen Freiheit<\/b><b><\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Giovanni Pico della Mirandola (1463\u20131494) setzte einen entscheidenden Impuls f\u00fcr das westliche Selbstverst\u00e4ndnis. In seiner ber\u00fchmten Rede <i>\u00dcber die W\u00fcrde des Menschen<\/i> behauptete er, Gott habe den Menschen als einziges Wesen ohne festen Platz in der Ordnung der Natur erschaffen.<\/p>\n<p class=\"p1\">W\u00e4hrend Tiere und Pflanzen durch Instinkte und Naturgesetze an ihr Wesen gebunden sind, wurde der Mensch zum \u201eBildner und Bildhauer seiner selbst&#8220; erhoben. Pico feierte dies als die h\u00f6chste W\u00fcrde: Der Mensch ist das Wesen, das sich seine Natur selbst w\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p class=\"p1\">Was als Befreiung aus mittelalterlichen Zw\u00e4ngen begann, legte jedoch den Keim f\u00fcr die sp\u00e4tere Entfremdung. Hier wurde der Mensch zum \u201eExzentriker&#8220; der Sch\u00f6pfung \u2013 er geh\u00f6rt nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich dazu, sondern steht der Welt als autonomer Gestalter gegen\u00fcber. Die W\u00fcrde des Menschen wurde fortan durch seine Distanz zur Natur definiert. Er ist nicht mehr Teil des Chores der Lebewesen, sondern der Regisseur, der \u00fcber der B\u00fchne steht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Leonardo da Vinci: Der letzte beseelte Denker<\/b><b><\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Leonardo da Vinci (1452\u20131519) hingegen betrachtete die Erde noch als einen lebendigen Organismus (<i>Anatomia della Terra<\/i>). F\u00fcr ihn war das Wasser das \u201eBlut der Erde&#8220; und die Felsen ihre Knochen. Seine Maschinen waren nicht tote Mechanik, sondern Nachahmungen der Natur \u2013 inspiriert von der Flugbewegung der V\u00f6gel, dem Flie\u00dfen des Wassers, der Struktur des Skeletts.<\/p>\n<p class=\"p1\">Leonardo ist sozusagen der letzte gro\u00dfe Geist, bevor der Dualismus von Descartes die Welt endg\u00fcltig in \u201eGeist&#8220; und \u201etote Materie&#8220; spaltete. Bei Leonardo war die Maschine noch beseelt und die Natur noch hochgradig intelligent.<\/p>\n<p class=\"p1\">Sein vitruvianischer Mensch wurde sp\u00e4ter zum Symbol eines anderen Zeitalters \u2013 eines, das den Menschen zum Ma\u00df aller Dinge erhob. Doch bei Leonardo selbst stand diese Zeichnung nicht f\u00fcr Herrschaft, sondern f\u00fcr harmonische Einbettung: Der Mensch als Teil der g\u00f6ttlichen Geometrie der Natur.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Die Entfremdung der Sinne<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">In der beseelten Welt war das Geh\u00f6r der wichtigste Sinn. Man h\u00f6rte auf den Wind, auf das Knacken im Geb\u00e4lk, auf das Rauschen des Flusses \u2013 alles war eine Botschaft, ein Ruf. Die Welt war ein Resonanzraum. Mit der Aufkl\u00e4rung wurde das Auge zum Herrscher. Das Auge distanziert. Wenn ich etwas anschaue, bin ich nicht Teil davon; ich stehe ihm gegen\u00fcber. Die Welt wurde zum Panorama, zur Fl\u00e4che, zum Objekt. <\/span>Man kann einen Wald nur dann emotionslos abholzen, wenn man aufgeh\u00f6rt hat, ihn zu <i>h\u00f6ren<\/i>, und angefangen hat, ihn nur noch als <i>Anblick<\/i> oder Bauplatz bewerten.<\/p>\n<p class=\"p1\">Vor der Verdinglichung dachten die Menschen in <b>Analogien<\/b> (Entsprechungen). Wie Leonardo da Vinci lehrte: Wasser ist das Blut der Erde. Das war keine blo\u00dfe Metapher, sondern die tiefe Gewissheit einer universellen Verwandtschaft. Die Moderne ersetzte die Analogie durch die <b>Funktion<\/b>. Ein Baum ist nun kein \u201eLungenfl\u00fcgel\u201c der Erde mehr, sondern eine biologische Maschine zur Photosynthese. Damit verschwand das Mitleiden: Man empfindet keinen Schmerz bei der Besch\u00e4digung einer Funktion, nur bei der Verletzung eines Verwandten.<\/p>\n<p class=\"p3\">Die Verdinglichung der Welt war mehr als eine neue Theorie; sie war eine Entfremdung der Sinne. Wir h\u00f6rten auf, die Erde als ein Gegen\u00fcber zu erleben, das uns anspricht, und begannen, sie als eine Leinwand zu betrachten, die wir bemalen, oder als ein Lagerhaus, das wir pl\u00fcndern k\u00f6nnen. Der Wald verlor seine Stimme und wurde zum Holzvorrat; der Fluss verlor seine Seele und wurde zum Transportweg. Mit dem Schwinden der Spiritualit\u00e4t verschwand auch die Scheu vor der Zerst\u00f6rung. Wer die Welt entzaubert, macht sie zwar berechenbar, aber auch einsam. Damit wurde die Welt grenzenlos ausbeutbar. Wo nichts mehr heilig ist, ist alles erlaubt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Galileo Galilei: Die mathematische Natur<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Galileo Galilei (1564\u20131642) gab dieser neuen Haltung die entscheidende wissenschaftliche Form: Er behauptete, das \u201eBuch der Natur\u201c sei in der Sprache der Mathematik geschrieben. Damit vollzog er eine radikale Trennung der Welt: Er unterschied zwischen den messbaren Eigenschaften der Materie (wie Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht) und den blo\u00df empfundenen Qualit\u00e4ten (wie Farbe, Geschmack oder Duft).<\/p>\n<p class=\"p2\">Was sich nicht berechnen l\u00e4sst, verlor fortan an Realit\u00e4t. Qualit\u00e4ten wurden zu Quantit\u00e4ten, das unmittelbare Erleben zu blo\u00dfen Datenpunkten. Die Natur wurde ihrer Sinnlichkeit beraubt; sie war nicht mehr ein \u201eDu&#8220;, das zu uns spricht, sondern ein stummes Objekt, das wir in Formeln pressen. Mit Galilei begann die folgenschwere \u00dcberzeugung, dass die Welt erst dann \u201ewahr\u201c ist, wenn sie in einer Tabelle erscheint. Die lebendige Wirklichkeit wurde zum mathematischen Abstraktum.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Ma\u00df und Ma\u00dflosigkeit<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Natur verlor ihren sakralen Status. Sie wurde nicht l\u00e4nger als beseelter Kosmos oder lebendiger Zusammenhang verstanden, sondern zunehmend als Objekt menschlicher Nutzung und Gestaltung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Hier liegt die eigentliche Wende: Nicht G\u00f6tter, nicht Naturkr\u00e4fte, sondern der Mensch mit seiner Vernunft und seinen Interessen wurde zum zentralen Bezugspunkt f\u00fcr Wahrheit und Wert. Eine Entwicklung, die den westlichen Humanismus hervorbrachte.<\/p>\n<p class=\"p1\">Der Mensch, f\u00e4hig zur Vernunft, zur Selbstbestimmung, zur Gestaltung, r\u00fcckte ins Zentrum von Bildung, Kunst und Wissenschaft.<\/p>\n<p class=\"p1\">Doch genau dieser Anspruch trug den Keim seiner Kritik in sich. Wer den Menschen zum Ma\u00df macht, muss sich fragen, welcher Mensch gemeint ist, und wer den Preis daf\u00fcr zahlt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Der Humanismus<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Erasmus von Rotterdam (1466\u20131536)<\/strong> verk\u00f6rpert den Geist des fr\u00fchen Humanismus in einer Zeit wachsender Spannungen. Als Gelehrter und scharfer Beobachter seiner Epoche kritisierte er die Verkrustungen der Kirche, ohne sie grunds\u00e4tzlich zu verwerfen. In seinem Werk Lob der Torheit entlarvt er mit feiner Ironie den Missbrauch von Autorit\u00e4t, den leeren Formalismus des Glaubens und die Selbstgewissheit einer Institution, die sich im Besitz der Wahrheit w\u00e4hnt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Erasmus pl\u00e4diert nicht f\u00fcr Bruch, sondern f\u00fcr R\u00fcckkehr: zur\u00fcck zu einer inneren Fr\u00f6mmigkeit, zu Bildung, zu einem Denken, das sich nicht allein auf Dogmen st\u00fctzt. Damit bereitet er den Boden f\u00fcr eine Haltung, die sp\u00e4ter an Gewicht gewinnt: Wahrheit ist nicht nur \u00fcberliefert, sie muss gepr\u00fcft werden. In diesem Sinne steht Erasmus am Anfang einer Entwicklung, die das europ\u00e4ische Denken nachhaltig ver\u00e4ndert. Noch h\u00e4lt er an der Einheit der Kirche fest, doch sein Zweifel an ihrer Unfehlbarkeit ist bereits ein erster Schritt. Nicht laut, nicht radikal, aber wirksam.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Von der Feder zum Segel<\/b><b><\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Doch w\u00e4hrend Geister wie Erasmus in ihren Studierzimmern noch f\u00fcr eine Reform der Seele und eine R\u00fcckkehr zur Bescheidenheit pl\u00e4dierten, wurden an den K\u00fcsten Europas bereits ganz andere Tatsachen geschaffen. Die humanistische Entdeckung der menschlichen W\u00fcrde stie\u00df in der harten Realit\u00e4t der Geopolitik auf die Gier nach Macht, Ruhm und Gold.<\/p>\n<p class=\"p1\">Erasmus kritisiert die Institutionen nicht, um sie zu zerst\u00f6ren, sondern um den Menschen darin zu wecken. Er ist der letzte Versuch, das System von innen heraus zu heilen, bevor die koloniale Expansion und der absolute Machtanspruch die Regie \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"p1\">W\u00e4hrend Erasmus die Torheit der M\u00e4chtigen mit der Feder bek\u00e4mpfte, setzten diese Segel. 1492 war nicht nur eine Entdeckung, es war die erste ernste Probe einer neuen Weltanschauung, jener \u00dcberzeugung, dass die Welt dem Menschen geh\u00f6rt, der sie zu nutzen versteht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_2_letter_spacing=&#8220;1px&#8220; header_2_line_height=&#8220;1.1em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2 class=\"p1\" style=\"text-align: center;\"><b>Vom Gleichgewicht zur Herrschaft<\/b><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;30px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Geschichte der Naturbeherrschung ist ein kollektiver Narzissmus mit Folgen, die wir heute t\u00e4glich messen und allgegenw\u00e4rtig sp\u00fcren. Vergiftete B\u00f6den, ein destabilisiertes Klima, das Verstummen ganzer Arten. Der Mensch, biologisch gesehen ein junger, ressourcenintensiver Gast auf diesem Planeten, hat sich zum Hausherrn aufgeschwungen und beginnt, die Grundlagen seiner eigenen Existenz zu untergraben.<\/p>\n<p class=\"p1\">Andere Kulturen haben andere Wege gekannt. In den Kosmologien vieler indigener V\u00f6lker erscheint der Mensch nicht als Beherrscher, sondern als Teilnehmer, eingebunden in ein Geflecht lebendiger Beziehungen, das ihn tr\u00e4gt und das er zugleich mittr\u00e4gt. Keine Idylle, keine Utopie. Aber ein anderes Verh\u00e4ltnis zur Welt, das \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume zu stabileren Formen des Zusammenlebens gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p class=\"p1\">Das Ersch\u00fctternde daran ist nicht die Anmassung selbst. Es ist die Schwierigkeit, sie \u00fcberhaupt als solche zu erkennen. Wer mit diesem Denken aufgewachsen ist, h\u00e4lt es f\u00fcr normal. Die Krankheit bleibt unsichtbar, weil sie das Denken selbst durchdringt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Was folgt, ist der Versuch, Abstand zu gewinnen von einer Denkweise, die so tief in unser Selbstverst\u00e4ndnis eingedrungen ist, dass wir sie kaum noch als solche erkennen. Nur wer sieht, woher eine Idee kommt, kann entscheiden, ob er ihr folgen will.<\/p>\n<p class=\"p1\">Dabei ist diese Haltung keine anthropologische Konstante, kein unvermeidliches Schicksal der Gattung. Sie ist eine Idee. Historisch gewachsen, kulturell geformt, in Europa mit besonderer Konsequenz entwickelt und von dort, im Zuge von Expansion und Kolonialgewalt, mit Bibel und Schwert in die Welt getragen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;Cormorant Garamond|500|||||||&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_letter_spacing=&#8220;0.5px&#8220; text_line_height=&#8220;1.8em&#8220; custom_margin=&#8220;40px||||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em>Die Fortsetzung folgt in Teil 2: Europa 1492.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_blurb title=&#8220;Autor Rolf Friberg. &#8220; image=&#8220;@ET-DC@eyJkeW5hbWljIjp0cnVlLCJjb250ZW50IjoicG9zdF9hdXRob3JfcHJvZmlsZV9waWN0dXJlIiwic2V0dGluZ3MiOnt9fQ==@&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.6&#8243; _dynamic_attributes=&#8220;content,image&#8220; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_font=&#8220;||||||||&#8220; header_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_font_size=&#8220;20px&#8220; body_font=&#8220;Cormorant SC||||||||&#8220; body_text_align=&#8220;center&#8220; body_text_color=&#8220;#FFFFFF&#8220; body_font_size=&#8220;1px&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; custom_margin=&#8220;80px||||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;32px||||false|false&#8220; border_width_all=&#8220;1px&#8220; border_radii_image=&#8220;on|100px|100px|100px|100px&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]@ET-DC@eyJkeW5hbWljIjp0cnVlLCJjb250ZW50IjoicG9zdF9hdXRob3IiLCJzZXR0aW5ncyI6eyJiZWZvcmUiOiIiLCJhZnRlciI6IkZyaWJlcmciLCJuYW1lX2Zvcm1hdCI6ImZpcnN0X2xhc3RfbmFtZSIsImxpbmsiOiJvZmYiLCJsaW5rX2Rlc3RpbmF0aW9uIjoiYXV0aG9yX2FyY2hpdmUifX0=@[\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reise durch die westliche Denkgeschichte und die Suche nach einem erweiterten Verst\u00e4ndnis der Verbundenheit. 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