Antonio Garcia Castillo
„Mich interessiert, wie Kunst verschiedene Welten verbinden kann. Ich erkunde die Möglichkeiten der Kunst, weit entfernte Wissensbereiche miteinander zu verknüpfen,
von den Volkstraditionen über die Anthropologie bis hin
zur historischen Erinnerung und den sozialen und politischen Kontexten. Ich erforsche die Fragilität des Menschseins und
das Heilige in der Natur.“
Die Kunst von Antonio Garcia Castillo
Antonio García Castillos künstlerische Praxis wird von einer tiefen Neugier auf das überlieferte Wissen der indigenen Gemeinschaften Perus angetrieben und führt ihn immer wieder in den Amazonas-Dschungel und das Andenhochland.
Für Castillo ist jedes Kunstwerk mehr als ein statisches Objekt. Sein Fokus liegt auf dem transformativen Prozess: der Integration spezifischer Kompetenzen und erlernter Fertigkeiten durch physisch-materielle Erfahrung zu einem neuen Ganzen.
Je nach Konzept oder Idee, an der er arbeitet, greift er auf ein vielseitiges Repertoire zurück, das Zeichnung, Malerei und die Collage organischer Textilien und gewebter Stoffe umfasst.
Seine künstlerische Entwicklung bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion und speist sich aus gelebten Erfahrungen – etwa der Teilnahme an mystischen Zeremonien mit Schamanen des Amazonasgebiets oder Andenheilern aus lebendigen Kulturen.
Im Zentrum seiner Forschung stehen die archetypischen Grundmuster und Schöpfungsmythen der südamerikanischen Urbevölkerung. Seine Arbeit widmet sich den Erzählungen und verschiedenen Dimensionen des kulturellen Gedächtnisses jener Gemeinschaften, die seit Jahrtausenden in und mit diesen Naturräumen leben.
Seine Kunst ist eine Reise, die tief in das Wesen dieser lebendigen Kulturen eintaucht und den Kern ihrer Geschichten und Traditionen – von der Urzeit bis in die Gegenwart – sichtbar macht.